Faye & Finley

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Faye & Finley

Im April kam für mich ein ganz besonderes Treffen zustande:

Fayes Bruder Finley war hier ganz in der Nähe und so wurde ein kleines Treffen möglich.

Ein ganz großes- Danke!- an Martina Zängerle die sich kurzfristig die Zeit nahm, die beiden Geschwister für uns in Bildern festzuhalten.

Ja, warum stelle ich die Fotos erst jetzt ein??? – Erst konnte ich mich einfach nicht entscheiden und dann nahm ich mir die Zeit nicht dafür. Doch jetzt will ich das unbedingt nachholen!

Inzwischen sind es viel mehr geworden, als ich geplant hatte. Aber so schnell bekomme ich so eine Gelegenheit nicht wieder🙂

❤ Die beiden waren so zauberhaft zusammen!❤

 

 

 Bruder und Schwester – das ist bei den beiden nicht zu übersehen❤

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Mohnblüte

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Da ich Mohnblumen so mag hatte ich mit Martina geplant zur Mohnblüte nach Germerode zu fahren, um dort Bilder von Kjara zu machen. Das hat mein altes Mädchen leider nicht mehr geschafft. Einen Tag vor Beginn der Blüte hat sie uns verlassen. Aber auch dieses Ereignis musste ich mir einfach noch dieses Jahr ansehen und so fuhr ich mit Faye noch kurz vor dem Ende der Blüte ins Meißner Land.20160708_154545_v

Ein wirklich schöner Ort um Gedanken schweifen zu lassen, die Schönheit der Natur zu sehen und die Weite in sich aufzunehmen.20160708_154745_v

 

 

Die Mohnblüte wird einen festen Platz in meinem Jahreskalender bekommen und ist ein besonderer Ort für mich, um an die vielen schönen Jahre mit Kjara zu denken.

 

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Mein eigener Jakobsweg

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Nachdem ich es zu Hause ohne Kjara nicht gut aushielt und auch Faye auf andere Gedanken kommen musste, suchte ich nach einer passenden Lösung  um uns Linderung zu verschaffen.20160627_110411_v

Hape Kerkelings Hörbuch „Ich bin dann mal weg“ brachte mich schon vor langem auf die Idee, etwas ähnliches für mich passend abzuwandeln und jetzt wusste ich, dies ist der richtige Moment dafür.20160630_075300_v

Ich bekam kurzfristig eine Woche Urlaub und plante die 4 Etappen des Habichtswaldsteiges. Vier Tage hintereinander jeden Tag  zwischen 20 und 23 km mit sieben bis neun Stunden als Tagestour zu gestalten war der Plan. Mit Faye an der Seite und Kjara im Herzen wagte ich die Herausforderung und machte ich mich ohne konditionelle Vorbereitung auf, die insgesamt 85 km zu erwandern.

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Es waren Tage, die ich nicht vergessen werde. Viele Eindrücke trotz Einsamkeit der Wege; Feldlerchen, Turmfalken, weite Felder, Wiesen und Wälder begleiteten mich. Wunderschöne Ausblicke von Ruinen und Burgen weit ins Land hinein ließen mich für eine Weile die mühevollen Aufstiege vergessen. Einige schöne Gespräche ergaben sich unterwegs, wenn ich doch mal eine Menschenseele traf und auf den letzten Metern konnte ich es kaum glauben, daß wir es wirklich geschafft hatten!!

 

Im Vorfeld war ich mir nicht sicher,  ob ich meine Grenzen so weit ausdehnen kann- jetzt bin ich stolz darauf, diese Herausforderung gemeistert zu haben und sehe auch mit etwas Respekt auf diese Tage zurück. 85km ist nun nicht mehr nur eine theoretische Zahl- sie ist gefüllt mit vielen einzelnen Stationen und Erinnerungen.20160627_140706_v

Der Kopf ist nun klarer; Für mich unglaublich was meine Füße, Beine, Herz und Kopf trotz einiger Hindernisse und Unwägbarkeiten so aus dem Stand geleistet haben.20160630_080158_v

 

Meine Kjara– für dich und mit dir bin ich diesen Weg gegangen. Meistens spürte ich dich hinter mir, so wie du immer mit mir gelaufen bist. Doch es gab auch Stellen, an denen ich kaum noch einen Schritt vor den anderen setzten konnte und da sah ich dich vor mir, wie sogar du schneller warst als ich. Du drehtest dich um mit deinem so typischen Blick: “Kommst du endlich? Was ich schaffe, das schaffst du doch wohl auch!“ Und so hast du uns begleitet und warst die ganze Zeit bei mir.

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Nun kann ich dich etwas besser loslassen und es zieht Frieden ein, daß alles gut so ist, wie es ist. Du hattest ein langes und schönes Leben. Das ist nicht selbstverständlich und auch wenn wir dich nicht mehr sehen können, so tragen wir dich in unseren Herzen.

Abschiedsshooting

Kjara

 

Es ist soweit…

 

Alles hat seine Zeit:

Sich begegnen und verstehen,

sich halten und lieben,

sich loslassen und erinnern.

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Foto Martina Zängerle

Heute haben wir Kjara den letzten Liebesbeweis erwiesen und sie gehen lassen.

Ich bin dankbar für fast 15 Jahre Liebe und Treue an meiner Seite!  

         Meine Gefährtin, du fehlst überall…

Freitag der 13. Was für ein Glückstag :-)

 

 

„Freitag der 13.“      

Was gibt es da teilweise für Ängste zu diesem Tag. – Ich mag ihn, diesen besonderen Tag!! Denn an einem Freitag den 13. im Mai vor fünf Jahren wurdest du geboren🙂

                  Glücklich kann sich jeder schätzen,der mit einem Freund durchs Leben gehen kann

 

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beide Fotos von Anna Auerbach

Alles Liebe zum Geburtstag, meine süße Braune❤

Natürlich auch an deine Geschwister Isy, Fianaid, Meggie, Frenzy, Feli und Finley!!

 

Und plötzlich sind sie alt…

Abschiedsshooting

Kjara

Irgendwann in unserem Leben mit Tieren kommt der Tag, an dem wir unausweichlich feststellen müssen, dass unser Tier ALT ist. Lange haben wir versucht, die kleinen Zeichen zu ignorieren, die grauen Härchen um die Nase haben schließlich auch schon ganz junge Hunde… Oder täuscht das Licht?

Doch dann ganz plötzlich, fast wie über Nacht, wachen wir auf aus unserem Traum, dass alles einfach immer so bleibt, wie es ist, sehen ganz deutlich den grauen Schleier, der sich über Fell und Augen gelegt hat. Oder wir werden herausgerissen aus dieser unbeschwerten gemeinsamen Zeit, wenn unser Liebling plötzlich beim Rennen mit den Hinterbeinen wegknickt, langsamer von seiner Decke aufsteht oder auf das Rascheln der Leckerlietüte in der Küche nicht reagiert. Vielleicht werden wir uns auch erst durch den Tierarzt, der uns besorgt beiseite nimmt, der Endlichkeit des Lebens bewusst…

Spätestens dann fangen wir an, unsere Tiere ganz anders anzusehen! Liebevoll streift unser Blick über ihren Körper, wir suchen nach Bestätigungen für ihr Wohlbefinden oder auch nach Anzeichen der Krankheit, die in ihnen tobt. Sorgenvoll beobachten wir jede kleine Veränderung, jede Appetitlosigkeit macht uns Angst. Und während er da so im Garten liegt, möchten wir jeden Sonnenstrahl einladen, die müden Glieder unseres Weggefährten zu erwärmen, das Licht bitten, mit seiner unendlichen Kraft jede Faser des geliebten Körpers zu durchströmen.

Wir wählen die Wege sorgsamer als früher, die Berge weichen kleinen Hügeln. Es sind langsamere Spaziergänge, auf denen wir unseren Gedanken nachhängen – anders als früher-, ruhen unsere Augen sanft auf seinem Körper, prägen sich jede Kleinigkeit, jede Stelle ein, um sie festzuhalten, für die Zeit danach. Jede Zelle unseres Körpers ist so eng mit dem anderen verbunden, verkörpern unser gemeinsames Leben, die vielen Erlebnisse und Erinnerungen… „Immer warst du dabei!“ … und es tut schon fast weh, auch nur daran zu denken, dass der, der da neben uns geht, irgendwann nur noch im Geiste bei uns sein wird.

Wir ertappen uns dabei, dass wir ängstlich nachschauen, wenn er morgens mal nicht erwartungsvoll neben uns steht. Beruhigt stehen wir dann neben seinem Bett und beobachten das entspannte Heben und Senken der Brust eines tief schlafenden Hundes, der in letzter Zeit öfters den Wecker verpasst. Wir geben in jedes Essen, das wir von nun an bereiten, so viel Liebe mit hinein, werden wählerisch, achtsam, möchten all die guten Sachen hineingeben, die den Zeitpunkt in unendliche Ferne rücken könnten…

Immer öfters kommt es vor, dass unser geliebtes Tier mit abwesendem Blick irgendwo in einer anderen Welt zu sein scheint, als ob es schon mal dort drüben auf den grünen Wiesen schnuppert… „Komm, erzähl mir von dort, wo wir uns irgendwann wieder sehen!“ möchten wir sagen. Es braucht keine Worte mehr, wir verständigen uns über lange Blicke, in denen wir tief in den Augen des anderen versinken. Ohne zu zwinkern tauchen wir ein in einen Dialog, der so oft die unausgesprochene Frage enthält: „Was mach ich, wenn du nicht mehr hier bist?“ Und es kommt die Antwort: „Aber ich bin noch hier.“ „Aber du musst irgendwann sterben?!“ Und zurück kommt: „Wir alle müssen irgendwann sterben!“ … So gelassen, dass wir gleichzeitig lachen und heulen könnten.

Wir haben das Gefühl, dass es noch so viel zu sagen gibt und plötzlich kommt die Angst, dass die Zeit nicht reichen wird. Denn der Tod sitzt auf unserer linken Schulter und die Uhr tickt unaufhaltsam weiter, für uns, die wir mit Tieren zusammen leben und diese in der Regel auch überleben werden. Aber auch unsere eigene Uhr tickt unaufhaltsam! Wenn jemand diese unsere Uhr an die Wand hängen würde, genau da hin, wo wir sie immer sehen können, und sie würde von einem statistisch zu erwartenden Lebensalter an rückwärts ticken, dann würden wir jede Sekunde unseres Lebens plötzlich als so wertvoll erachten, wie sie ist. Wir würden nicht so viel Zeit einfach vergeuden, sondern versuchen, jeden Augenblick das Beste draus zu machen… wie unsere Tiere!

Die Zeit mit unseren alten Tieren ist etwas ganz Besonderes! Es ist eine Zeit der Erkenntnisse, die wir durch ihre unendliche Weisheit über uns und über das Leben erfahren! Wir sollten jeden gemeinsamen Tag, jede Stunde genießen, denn heute ist nicht DER Tag, also sind wir einfach dankbar und glücklich über jeden weiteren!

 

Text: Sylvia Raßloff

http://www.tiere-verstehen.com

Prolog

Schon einige Wochen, eigentlich schon seit Anfang des Jahres  schiebe ich Gedanken hin und her. Ich versuche, Dinge in Worte zu fassen drehe sie hin und her und verwerfe sie wieder. Irgendwie will es sich nicht so richtig fügen.

Da fand ich im Netz folgende Zeilen, die all das zusammenfassen, was an losen Fäden für mich nicht harmonisch passte. Nach Rücksprache der Autorin darf ich den Text hier weitergeben.

Nachdem innerhalb kurzer Zeit wieder gute Freunde gegangen sind ( Enya am 16.04., Kjaras Bruder Jerry gestern und drei andere heute, die ich nicht so nah kannte)und ich zwischen den großen  Internetaussetzern bei mir zu Hause doch gerade mal ins Netz komme, möchte ich die Zeit heute dafür im nächsten Beitrag nutzen.