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BHV Hundeführerschein

Die Idee den BHV Hundeführerschein zu machen hatte ich schon länger, ist er doch in z.B Niedersachsen als Sachkundenachweis schon Pflicht. Auch Hessen überlegt, ihn einzuführen. Es dauerte allerdings eine Weile, bis ich eine Hundeschule fand, bei der ich mit Faye einen Kurs und die Prüfung dazu ablegen konnte.

Wie schön, daß sich Arne mit seiner Hundeschule „Die Rudelberater“ offen zeigte und sich auf meine Nachfrage bei seinen Teams nach Interesse an einem Kurs erkundigte. Sechs Teams nahmen dann die Herausforderung an und so trafen wir uns erst mal zur einführenden Theorie bei Arne und seiner Familie zu Hause.

In den weiteren Wochen folgten praktische Stunden auf dem Hundeplatz, in angrenzenden Gebieten im Freien und als Highlight zwei Treffen in der City. Dort gab es dann wirklich alles an Ablenkung. Von Schwänen, Gänsen, Krähen, Tauben in den Parkanlagen über andere Hunde, Menschen verschiedenster Art, Treppen steigen, luftige Gitter erklimmen, Aufzug fahren und Innenstadtleben mit allem was dazu gehört inclusive Restaurantbesuch. Das alles sollte dann bis zur Prüfung so aussehen, dass sich niemand in der Öffentlichkeit belästigt oder bedroht fühlt. Rücksichtsvolles Verhalten und ein gutes Team bilden, darauf wurde am meisten Wert gelegt.

Die Prüfung selbst beinhaltet dann vier Teile:

Theorie: Aus einem Fragenkatalog von ca 160 Fragen mussten 40 nach Multiple Choise Verfahren mit meist mehreren richtigen Antworten beantwortet werden. Hatte man mit mindestens 80%  bestanden, bekam man die Zulassung zu den praktischen Teilen der Prüfung.

Praktischer Teil auf ablenkungsarmen Gelände: Hier wurde erst mal das Aussteigen aus dem Auto gecheckt und die Chipnummer kontrolliert. Auf dem Platz wurden diverse Gehorsamsprüfungen verlangt. Leinenführigkeit, Rückruf, Ausgabe von Spielzeug auf Befehl, Kontrolle von Ohren/Zähnen/Pfoten, einen Fixiergriff zeigen für z.B. Besuche beim Tierarzt. Wer die Stufe 2 des HFS gemeldet hatte, musste zusätzlich die einzelnen Teile ohne Leine zeigen. Größere Herausforderungen zeigten sich beim Abbruchsignal und auch das Maulkorbtraining war schon etwas, wofür wir wirklich üben mussten. – Jetzt können wir jedenfalls auch ohne Probleme mit dem Zug fahren und Faye ist nicht ängstlich, wenn es beim Tierarzt evtl. bei großen Schmerzen doch mal dazu kommen müsste, daß dort ein „Krönchen“ gebraucht wird, wie Arne den Maukorb immer nennt  🙂 .

Praktischer Teil in einem Hundeauslaufgebiet oder ähnlichem: Gleiche Aufgabenstellung wie auch auf ablenkungsarmen Gelände. Zusätzlich wurden Hundebegegnungen, Fahrräder, Menschen mit „komischen Bewegungen“, Kinderwagen, Begrüßung durch andere Menschen abgefragt. Besonderes Highlight war die Pferdebegegnung, die Arne für uns vorbereitet hatte. Auch hier wurde wieder für die Stufe 2 zusätzlich alles ohne Leine gezeigt.

Praktischer Teil im innerstädtischen Bereich: Wir besuchten ein ganz nettes Cafe und tranken dort mitsamt Prüfer jeder etwas Leckers. Später ging es in eine Tankstelle, wo wir uns mit unserem Hund in den Regalen umsahen. Außerdem durften die Hunde an einem Würstchenstand standhaft „nichts tun“!! Keine Würstchen klauen oder vom Boden die interessanten Reste aufnehmen oder Leute anschnüffeln. Das Abbruchsignal zu zeigen war natürlich auch hier wieder ein wichtiger Punkt auf der Liste des Prüfers.

Alle Teams konnten die jeweils gemeldeten Prüfungsstufen bestehen 🙂      

              

Ganz herzlichen Dank an den Prüfer Herrn Reinhard Seib, alle freiwilligen Helfer mit und ohne Hunde, Fahrradfahrer, Krückenläufer, Begrüßungsmenschen, Kinderwagenschieber und Daumendrücker. Natürlich auch an Arne, der das Abenteuer mit uns gewagt hat, erstmalig den Hundeführerschein in seiner Hundeschule anzubieten. Ich denke, dies war nicht sein letzter Kurs zum Hundeführerschein.

Eileen hat sich den Tag freigehalten um mich zu begleiten und hat Fotos gemacht. -Immer wieder schöne Erinnerungen. Danke!!

Dreamteam:   

Bruno und die Mädels Leni und Faye

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F-Seminar mit Petra Ritzerfeld

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Eigentlich wollte ich heute gar nicht erst aufstehen, da für diesen Tag Kälte, Sturm und heftiger Regen vorhergesagt war. Aber kneifen gilt nicht und gefreut hatte ich mich schon lange auf das Seminar. Also raus aus den Federn, alles an Winter- und Regensachen für Faye und mich zusammengesucht und mit Proviant für den Tag im Auto verstaut.
Es ist immer wieder unglaublich, was sich da so ansammelt…
Kjara konnte zum Glück zu Hause bespaßt werden, so musste die Maus nicht den ganzen Tag in der Kälte und dem Regen liegen.
Auf ging es nach Borken, wo Ruth uns wieder ein tolles Gelände organisiert hatte.
Mit sechs Golden und zwei Flats waren wir eine gute Gruppe und bis zum Mittag blieben wir wider Erwarten sogar noch trocken 

Petra begann mit ihrer offenen Art und ihrem schönen Deutsch mit holländischem Einschlag 🙂 den Tag und es sollte kurzweilig und lehrreich werden.
Sie stellte uns schöne Aufgaben, bei denen es nicht um die Menge der geworfenen Dummys ging, sondern um die kleineren und größeren Tücken, die sich im Detail so verstecken können.

Nach jedem Durchgang wurde alles besprochen, was Petra zu den einzelnen Teams aufgefallen war und Tipps oder Veränderungsvorschläge gegeben.
So konnte jeder etwas ganz speziell für sich und seinen Hund für weiteres Training zu Hause mitnehmen.
Zum warm werden begannen wir auf einer großen Wiese mit einer weiten Doppelmarkierung. Zwei Teams kamen zum Startpunkt und jeder Hund sollte ein Mark arbeiten. Danach wurde er dann noch einmal auf dieselbe Stelle geschickt, um ein weiteres Dummy als Memory zu holen.

Wir wechselten den Ort und als nächstes baute Petra ein Voran auf ein weißes Stäbchen auf. Die Herausforderungen waren die Entfernung und gleich mehrere Geländeübergänge. So mussten die Hunde von der Wiese erst durch einen Graben in den Wald auf eine kleine Terrasse und weiter den Berg hoch bis zum Stäbchen laufen. Die Richtung beizubehalten war für die Hunde eine der Tücken.
Es gab jederzeit Hilfestellungen von Petra oder Helfern vor Ort, wenn ein Hund dies brauchte.

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Die vorige Aufgabe wurde für die Nächste als Vorbereitung genutzt.
Wir arbeiteten wieder mit 2 Teams. Es wurden nun zusätzlich 2 weite Markierungen rechts und links von der Einweisestelle auf die Wiese geworfen. Nun musste der erste Hund das Voran arbeiten, der zweite durfte beide Markierungen holen. Dann wurde gewechselt.

Wieder darauf aufbauend wurden nun auf halber Strecke 2 Suchendummys in Totgras „vergraben“. Diesmal sollten die Hunde nicht zum Stäbchen durchlaufen, sondern eines der Suchendummys apportieren.
In der folgenden Mittagspause erreichte uns zwar ein beständiger Regen , aber zum Glück war das nichts im Vergleich zu dem angesagten Sturm und den Regengüssen, worüber wir alle doch sehr dankbar waren, obwohl die Kälte langsam in Hände und Füße kroch.

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Danach ging es gleich wieder zu unserer bekannten Einweisestelle und der Rest der Gruppe konnte nun die Aufgabe der Suchendummys beenden.
Nur um gleich darauf noch einmal die Hunde als nächste Aufgabe auf das Stäbchen durchzuschicken und damit die Einweisearbeit an dieser Stelle zu beenden.

Als letzte Einheit hatte sich Petra noch etwas Besonderes für uns ausgedacht. Sie packte einen Dummyluncher aus und erklärte uns die nächste Aufgabe.

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Ein Blind wurde bei einem liegenden weißen Stäbchen ausgelegt. Jeder konnte selbst entscheiden, ob er seinen Hund dabei zusehen lassen wollte oder nicht. Dann wurde mit dem Luncher eine weite Markierung über eine Reihe Birken auf die andere Seite der Wiese geschossen. Nun sollte erst das Blind, dann die Markierung gearbeitet werden.
Die Aufgabe war schon eine Herausforderung, da man nicht alle Tage mit einem Dummyluncher arbeitet.
Mit Hilfe von Petra und den Helfern kamen aber alle Hunde zum Ziel und durften diese Aufgabe noch einmal arbeiten. Dieser zweite Durchgang war dann für Hund und Mensch einfacher zu bestreiten.

Zum Abschluss durften je4 Teams in der Line einzeln noch eine Markierung mit dem Luncher hinter der Birkenreihe arbeiten.

Es hat Spaß gemacht und Faye hat schön mitgearbeitet. So ein Tag gibt wieder neuen Schwung und mit Petras Anregungen im Trainings geht es wieder ein Stück weiter.
Vielen Dank an Bernd und Marion als Organisatoren <3. Sie haben wieder viel Zeit investiert, um uns einen schönen Tag zu bereiten. Und natürlich an unsere Helfer. Danke für die Unterstützung!!

So war es doch gut, daß ich Morgens aufgestanden bin 😉

Seminar P.Ritzerfeld162951_vMeine“ nasse Katze“ am Ende des Seminars 🙂

1.Trainings WT Großheubach

Ein gut gefülltes, aber schönes Wochenende  liegt hinter uns. Am Samstag konnte ich für sechs Teilnehmer der BLP in Lindewerra die Daumen drücken. Danke an Cornelia und Ralf Malz, dass ich den Ablauf dieser Bringleistungsprüfung vor Ort miterleben durfte. Es war ein interessanter Tag für mich mit vielen neuen Eindrücken.

Für Sonntag bekam ich über eine Freundin eine Einladung zu einem internen Workingtest nach Großheubach. Iris und Michael Renner luden in Ihr Revier zu einem Trainings WT mit offenem Richten  ein. Nach der Zusage des Startplatzes freute ich mich mit Faye auf einen schönen Trainingstag und wurde nicht enttäuscht. Ziemlich früh klingelte der Wecker und ich war froh, daß mir durch die Zeitumstellung eine Stunde geschenkt wurde. So kamen wir nach 3 Stunden Fahrt pünktlich um Acht am vereinbarten Treffpunkt an.

Nach Erledigung aller Formalitäten ging es mit 23 Startern der Klasse A, eingeteilt in zwei Gruppen, los. Die erste Gruppe blieb bei Iris, die ihre zwei Aufgaben gleich hintereinander absolvierte. Allen 11 Teams erklärte sie vorher gemeinsam die Aufgaben mit ihren Tücken und wir wurden angehalten, beim eigenen Start alle Fragen zu stellen, die evtl. noch aufkommen sollten. Damit waren wir nun gut gerüstet. Als Startnummer zwei musste ich mit Faye nicht lange warten und wir traten schon bald zur ersten Aufgabe an.

Der Startpunkt befand sich auf einer Wiese am Rand einer Senke. Vom gegenüberliegenden Teil wurde eine Markierung mit Schuss auf den Hang geworden. Diese sollte nach Freigabe gearbeitet werden. Hier wurde u.a. Steadyness, zusätzlich durch das rollende Dummy und Geländehärte wegen der Brennnesseln auf dem Weg abgefragt. Anschließend gab es eine zweite Markierung mit Schuss auf das Plateau der gegenüber liegenden Seite. Die Hunde mussten also über die alte Fallstelle arbeiten.

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Weiter ging es Frei bei Fuß zur nächsten Aufgabe. Am Rand einer anderen Senke wurde gegenüber eine Markierung geworden, die zu arbeiten war. Auf dem Rückweg legte der Helfer an die gleiche Stelle ein weiteres Dummy. Dieses sollte als Memory gearbeitet werden.

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Faye brachte alle 4 Dummys, wobei ich bei einer Aufgabe viel zu spät eingriff. Dabei geriet sie außer Sicht und die Situation war damit verfahren.Gefreut hat mich,daß sie bei dem Memory sofort auf den Stopppfiff reagierte und den Suchenpfiff annahm.

Unsere Gruppe zog dann weiter zu Michael Renner. Auf einer Wiese mit Blick in den Wald lag der Startpunkt am Rand einer Senke mit sehr steilem Abstieg.

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Als erstes fiel eine Markierung mit Schuss im Wald in die Senke an den  gegenüberliegenden Hang . Nach Freigabe durfte geschickt werden. Auch dort wurde auf dem Rückweg ein weiteres Dummy deponiert. Dieses wurde beschossen und sollte  nach Freigabe gearbeitet werden. Auch hier wieder Steadyness, Orientierung im Wald mit Annahme des steilen Ab- und Aufstiegs. Anschließend drehten wir uns um 180° und sollten eine Markierung arbeiten. Diese fiel mit Schuss in ein anderes Waldgebiet.Unsere Hunde hatten über die Wiese zu laufen und einen Gebüschstreifen mit unangenehmem Bewuchs zu meistern. Weiter ging es bergauf, über einen Weg, dann nochmals hoch auf ein Plateau. Bis die Hunde dort ankamen, konnte man schon mal den geraden Weg zur Markierung verlieren.

War auch das geschafft, drehte man sich wieder um 180° zurück und schaute einem Treiben zu, welches in der Senke stattfand. 2 Dummys fielen in dem Treiben, eines davon wollte der Richter gebracht haben.

Auch hier wurde vieles abgefragt und es war hilfreich, nachzufragen zu können, wie man wann wo mit welchem Kommando am besten arbeitet. Immer wurden wir von den Richtern auf den Wind aufmerksam gemacht, um sinnvoll zu schicken oder vor der Aufgabe nochmal daran erinnert, den Hund evtl. vor den alten Fallstelle zu pushen.

Faye arbeitete hier sehr gut und bekam ein Lob vom Richter. – Ich holte mir dafür Tipps zum klügeren handling abJ

Als Abschluss hatte sich Markus Hell eine Fun- Aufgabe ausgedacht. An der Leine ging es durch einen Pylonenparcours. Aber nicht nur das: Jeder Hundeführer bekam einen Löffel mit Ei in die Hand gedrückt, in der die Leine geführt wurde. Ohne das Ei fallen zu lassen ging man nun schön ordentlich bei Fuß im Slalom um die Pylonen. Anschließend absitzen, Leine ab und Markus warf eine Markierung vor uns in das Gras. Faye fand die Pylonen seehr interessant, ich hatte mit meinem Ei zu tun 😉 so waren wir beide beschäftigt. Die Markierung auf der Wiese nahm Faye wohl nicht mehr so Ernst und zeigte seit längerem mal wieder ihren fröhlichen Fohlensprung auf dem Rückweg. Lala – lala, ich komme ja schon, und fusselte bei mir mit dem Dummy rum, was ihr natürlich dabei aus dem Fang fiel. – Oh ha, da war ja noch was, ja ich weiß schon: Dummy wieder Aufheben und ordentlich tragen…  So verabschiedeten wir uns aus dieser netten Einlage, nicht ohne ein paar Worte von Markus, der das Ganze natürlich mit angesehen hatte und uns gleich noch ein paar Trage- und Halteübungen mit auf den Weg gab….

Nach der Mittagszeit starteten Schnupperer und die Klasse F. Viele der Starter von Morgens halfen dann bei diesen  Aufgaben. Der ein oder andere musste noch im Dunkeln Markierungen arbeiten, aber alle hatten ihren Spass.

Die einleitenden Worte Morgens von Iris, wir wollen den Wettkampfcharakter mal hinten anstellen, wurden am Tag umgesetzt und so hatten wir einen wirklich schönen Tag mit guter Stimmung und schönem Wetter, das nur von ein paar Regenschauern getrübt wurde.

Faye und ich bekamen ein tolles Ergebnis mit einem Vorzüglich und 91/100Punkten. Besonders freute es mich, mehrfach auf Faye wegen ihres Typs und auch der Art ihres Arbeitens angesprochen zu werden.Der Tag hat sich gelohnt. Ich nahm wieder neue Erfahrungen mit und hoffe, sie bei Gelegenheit umsetzen zu können.

Work & Help

Der Wetterbericht sagte für den Sonntag 20° voraus, was auf einen schönen Tag hoffen ließ.In Rabenau fanden sich die Teilnehmer kurz nach Sieben auf dem wunderschönen Hofgut Appenborn ein. Bei der Anmeldung gab es ein erstes Hallo. So richtig wach waren die meisten allerdings noch nicht und Nervosität lag in der Luft. Auch die Richter kamen nach und nach auf das Hofgut und nach der Begrüßung und Einweisung ging es dann auch zügig los. Die Starter gingen zu ihren Aufgaben, die  F-Leute als Helfer auf die ihnen zugewiesenen Posten.

Wie ich erwartet hatte, war der Anspruch hoch; eine Durchfallquote von 50% in der Anfängerklasse kann sich durchaus sehen lassen. Obwohl mir klar war, daß wir Abstriche machen müssen, zeigte sich Faye heute nicht von ihrer besten Seite und baute über den Tag auch mental ab. Für einen sensiblen, unerfahrenen Hund wie Faye waren die Aufgaben schon eine Hausnummer.

Aufgabe 4 Oliver Kiraly

Von einer Wiese aus wurde eine Markierung rechts in den Wald geworfen.Anschließend Fußarbeit ca.30m und von dort eine zweite Markierung geradeaus in ein Gebiet mit Totgras.Diese durfte sofort gearbeitet werden. Danach sollte das Memory aus dem Wald gebracht werden. Faye machte ihre Sache gut und brachte das 1. Dummy zurück. Bei dem Memory weitete sie dann allerdings ihren Suchenbereich aus und ich musste sie nach einiger Zeit über Stop/voran wieder in den Wald schicken. Sie nahm die Kommandos teilweise an und kam dann nach einer Weile mit dem Dummy zurück. Punktabzug klar durch handeln und kein schönes Annehmen der Kommandos.

Aufgabe 1 Rainer Scesny

Hier kamen wir zum ersten Mal an unsere Grenzen. Schon beim  Ansehen der Aufgabe war mir klar, daß wir diese nur an einem guten Tag schaffen würden. Der Hund sollte so gesetzt werden, daß er beide Teilaufgaben von seinem Standpunkt aus sehen konnte. Linker Hand wurden zwei zur kleinen Suche ausgelegte  Dummys in Totgras beschossen. Rechter Hand ging es stetig leicht bergan über eine Wiese, einen breiten Streifen flachen Bewuchs und weiter auf eine zweite Wiese. Zwei Helfer gingen ein Stück an dem breiten Streifen entlang. Es fiel dann eine Markierung weit auf die obere Wiese, etwa 70m von unserem Standpunkt aus entfernt.

Fußarbeit bis an das Suchengebiet  und Faye arbeitete aus dem Gebiet die beiden Dummys. Rainer hätte allerdings lieber gesehen, daß sie dort freier arbeitet. Doch Faye erweiterte ihr Gebiet, was mich zum Einschreiten veranlasste. So hätte es hier Punktabzug gegeben, wenn wir denn welche bekommen hätten.

Doch nun kam die eigentliche Herausforderung. Ich setzte Faye auf das Memory an. Sie ging mit „voran“ super sogar bis hinter den bewachsenen Streifen auf die obere Wiese, was mich total freute. Dort fing sie leider zu früh an zu suchen und nun begann das handeln, worauf sie bei dieser Entfernung sowieso nur bedingt eingeht. Einvernehmlich mit dem Richter holte ich sie nach einigen Versuchen zurück, da ersichtlich war, sie hatte keinen Plan mehr. Ich war nur traurig, daß ich Faye nicht noch ein paar Meter weiter bringen konnte, da sie es anfangs schon so weit geschafft hatte. Dann hätte sie Wind bekommen, aber dieses Glück hatten wir heute leider nicht.

Aufgabe 2 Jürgen Laux

Bei ihrer dritten Aufgabe fing Faye an, ihr eigenes Ding zu machen. Im Team standen wir auf einem Rasenstück.Vor uns schlängelte sich der Bach, eher links vor uns lag hinter dem Bach ein Waldstück. Rechts vor uns hinter dem Bach ein Gebiet mit etwas höherem Bewuchs. Jeder bekam eine Einzelmarkierung und das jeweils andere Team musste solange warten. Faye sah zu, wie der erste Hund die Waldmarkierung hinter dem Flüsschen arbeitete. Faye blieb ruhig sitzen, war aber hier schon absolut auf dieses Waldstück fixiert. Als wir beginnen sollten, ließ sich Faye erst im letzten Moment darauf ein, in Richtung Markierung zu schauen. So sah sie gerade noch ihre  Markierung in den Bewuchs fallen. Sie hatte markiert- definitiv. Ich richtete sie aus und sie startete auch durch bis zur Wasserkante. Dort drehte sie dann allerdings nach links ab und machte ihr Ding in dem Waldstück, wo die erste Markierung fiel. Stoppen hätte in diesem Moment keinen Sinn gemacht. Faye war gar nicht ansprechbar und ich wartete auf einen passenden Moment, um zu ihr durchzudringen. Irgendwann kam sie wieder auf unsere Seite. Ich konnte sie stoppen und mit einem nachdrücklichen Kommando erinnerte sie sich doch an ihre Aufgabe und nahm den Weg zur anderen Uferseite an. Dort fand sie dann auch und kam zügig zurück. Das sie dann 2m vor mir das Dummy ablegte, um sich zu schütteln, passte zu diesem Tag. Da half es auch nicht mehr, daß sie es eigenständig wieder aufnahm. Ihre Markierung aus dem Wald arbeitete sie dann wieder. Eine umfangreiche Moralpredigt des Richters mussten sich allerdings beide Teams gefallen lassen, da auch das andereTeam nicht viel bessere Arbeit zeigte. Sie hätte allerdings nicht gar so lang ausfallen müssen, Jan und ich waren doch einsichtig-  hatten wir ja selber  gesehen, daß unsere Hunde hier nur eine gerade ausreichende Leistung zeigten. Auch eine Null wäre hier, jedenfalls bei uns, wegen Ablegen des Dummys durchaus zu vertreten gewesen.

Aufgabe 3 Ronald Pfaff

Unsere letzte Aufgabe für heute- und hier war endgültig Schicht im Schacht. Noch dazu hatte sie es absolut in sich und es kamen hier( mit der Aufgabe von Rainer) die meisten Nullrunden zusammen. Die Reize bei dieser Aufgabe waren einfach zu viel für Faye und es ging nix mehr. Der Hund wurde am Startpunkt abgeleint. Ich ging alleine  10m weiter zum Richter und sollte den Hund zu mir rufen. Kein Problem- dachte ich! Faye unternahm allerdings erst mal einen kleinen Abstecher zu einer Box mit Dummys, die dort absichtlich neben ihrem Weg zu mir standen. Ich konnte sie gerade noch mit einem Kommando davon abhalten, eins davon mitzubringen. Dann sollte sie 2 Dummys linker Hand von uns als kleine Suche arbeiten. Alles o.k. Nun drehten wir uns wieder in Richtung Wald. Vor uns wurde eine Markierung geworfen. Dann rauschte 4m vor uns ein Running Rabbit von links nach rechts an uns vorbei…..“Ich hätte jetzt gerne die Markierung!“ Ronald machte leider keinen Witz. Wenn wir heute schon auf etwas stolz sein konnten, dann wenigstens darauf, daß Faye nicht einsprang. Hatte ich zwar auch nicht erwartet, aber heute lief ja alles anders.   Doch ich bekam sie nicht auf die Markierung ausgerichtet. Ständig ging der Kopf in Richtung Fellhase und auch mein mit Nachdruck ausgedrückter Unwillen darüber beeindruckte sie nicht. Als ich dann endlich einen passenden Moment erwischte, schickte ich sie nachdrücklich mit „voran“. Die ersten Meter sah es noch ganz gut aus, doch als sie in Höhe des Flitschedummys kam, drehte sie wie von der Tarantel gestochen nach rechts ab. Als „fiese  Kleinigkeit“ war im Vorfeld auch noch Wildduft versprüht worden…Faye jagte weit über das Felldummy hinaus in den Wald und ließ dort ihrer ganzen angestauten Energie freien Lauf. Erst nach mehreren Komm-Pfiffen war sie überhaupt ansprechbar und kam zurück.

Ich brachte sie dann ins Auto, wo sie zur Ruhe kommen konnte. Faye war einfach durch, obwohl wir Mittags schon fertig waren. Nun starteten die Fortgeschrittenen und wir aus der Anfängerklasse übernahmen die Helferposten.

Obwohl es anders hätte laufen sollen, möchte ich diesen Tag nicht missen. Das Organisationsteam um Elke Sollmann und Gudrun Klaus hat hervorragende Arbeit geleistet. Ein ganz herzliches Dankeschön für eure Arbeit im Vorfeld und auch an diesem Tag. An alles wurde gedacht bis hin zum Lunchpaket für alle. Der Tag wurde mit Jagdhornbläsern abgerundet, an denen auch der hauseigene Teckel Quentin und Labrador Gustav zur Freude der Wartenden vor der Siegerehrung mit einstimmten. Das Hofgut Appenborn bildete eine wunderschöne Kulisse und wir wurden herzlich von den Besitzern dort empfangen. Liebevoll waren einige Stände mit selbst hergestellten Leckereien aus der Region aufgestellt. Mittags gab es eine Gulaschkanone mit reichhaltigem Kuchenbuffet. Auch für die Zuschauer war das Gelände einfach genial. Es gab tolle Möglichkeiten um die Aufgaben aus kurzer Entfernung ohne zu stören anzusehen. Gefreut habe ich mich, Birgit mit Lotta, einer Schwester von Faye´s Mama, kennenzulernen. Herzlichen Glückwunsch zum bestandenen WT in der Fortgeschrittenenklasse!

Das Faye nicht in der Lage war abzurufen, was sie hätte zeigen können war heut halt so. Aber um bei den Worten einer meiner Töchter zu bleiben: Ein „verkackter Test“ ist nicht aller Tage Abend. Trotz allem war ich heute viel ruhiger als bisher auf Prüfungen dieser Art. An einigen Stellen muss ich lernen geschickter zu handeln, aber dazu brauche auch ich Routine und auch meine Maus wird  mal erwachsen. Obwohl – erwachsen sein kann sie noch lange genug 🙂

Bilder und Ergebnisse unter: http://www.work-and-help.de/index.html

Workingtest „Arolser Spatz“

Beim Durchsehen der diesjährigen Workingtests blieb ich an zwei Ausschreibungen hängen, die mir für uns ganz passend erschienen und gar nicht so weit entfernt stattfinden sollten.

Arolser Spatz! Der Name ist schon so nett – da wollte ich mit Faye das erste Mal starten.Nach der Zusage für einen Startplatz in der Anfängerklasse machten wir uns Ostermontag auf den Weg nach Bad Arolsen zum ehemaligen Bundeswehrgelände. Warm eingepackt bei Minusgraden fand nach der Registrierung und Begrüßung durch die Sonderleitung Christina Roßmann die Einteilung der Gruppen statt.Kurz nach neun machten wir uns auf den Weg zu unserer ersten Aufgabe bei Evelyn Köster. Anfangs noch etwas hochtourig, gab Faye mir doch immer wieder Gelegenheiten, sie für ruhiges Verhalten zu loben und spätestens bei der ersten Aufgabe war sie dann voll konzentriert.

 Aufgabe 5 bei Evelyn Köster:

Der Ansatzpunkt lag vor einem 3-4m Meter hohen Anhöhe.Hinter die Kuppe wurde eine Markierung geworfen und nach Freigabe durfte geschickt werden. Faye ging super raus, die spannende Frage ist nur immer wieder:taucht der Hund mit oder ohne Dummy auf?? Jawoll, mit Dummy. Sehr fein!

So zogen wir weiter zu Aufgabe 1 bei Rudolf Hahn:

Frei bei Fuß ging man mit seinem Hund ca. 10m auf dem Weg. Während man weiterging, sollte der Hund zum Suchen links in den Wald geschickt werden. Dort lagen auf einer Länge von ca. 30m und einer Tiefe von vielleicht 6m  5 Dummys. Drei davon mussten gebracht werden. Während der Hund den schmalen Streifen durchsuchte, ging man mit dem Richter weiter .Dies war dann auch der Knackpunkt, der bei einigen Hunden und Führern für Verwirrung sorgte. Auch Faye wußte nicht so recht, was ich eigentlich von ihr wollte und so experimentierte  ich mit verschiedenen Kommandos und Handzeichen herum, bis sie dann im Wald nach den Dummys suchte. Abzüge gab es bestimmt noch für je einen Kommpfiff. Faye, wohl inspiriert durch mein stetiges Weitergehen, marschierte parallel zu uns im Wald mit dem Dummy im Fang. Sie verstand dies wohl als neue Aufgabenstellung. Also Komm Pfiff und Schätzelein lieferte brav ab. Buschieren wird demnächst beim Training wohl weiter oben auf der Liste stehen…

Aufgabe 6 bei Evelyn Köster

bestand aus  einem beschossenen Blind. Dabei musste ca.25m schräg über den Weg, einen Hügel hinauf in den lichten Wald geschickt werden. Rechts von einem kleinen Bunker lag das Dummy. Die Schwierigkeit bestand darin, daß ein Helfer links im Gelände stand und es sich zusätzlich so anhörte, als käme der Schuss von der linken Seite des Bunkers. Also war es wichtig, den Hund schön nach rechts auszurichten. Unser Trainingsschwerpunkt in den letzten Wochen zahlte sich hier absolut aus. Souverän meisterte Faye die Aufgabe ohne Probleme. Das war für mich das größte Highlight des Tages, weil Faye an diesem Punkt im Training die größten Fortschritte in kurzer Zeit gemacht hat und wir dies hier unter Wettkampfbedingungen abrufen konnten. Ich war sehr stolz auf meine Maus!

Inzwischen staute es sich bei der Aufgabe 3 und eine lange Pause entstand. Die Wege waren kurz, so brachte ich Faye zum entspannen ins Auto. Als wir dann an der Reihe waren, erwartete uns bei Hubert Utsch ein Treiben linker Hand im lichten Wald. Frei bei Fuß ging es auf einem matschigen Weg bis zu einer Stelle, wo wir den Hund links in das Gebiet ausrichten sollten. Dann fiel eine Markierung hinter einen umgestürzten Baum, die zu arbeiten war. Ich habe noch nie erlebt, daß ein Richter fast im Stechschritt die Strecke mit uns im Schlepptau ablief. Schon im Vorfeld wurden wir von anderen Teilnehmern gewarnt, nicht auf dem matschigen, unebenen Weg auszurutschen. So hatte ich meine liebe Mühe, auf Höhe des Richters zu bleiben, nicht auszurutschen und auf meinen Hund zu achten, der seeehr angetan von dem Treiben auf seiner Seite war. Wenn man“ Fußgehen“ so versteht, daß sich die Schulter des Hundes in Höhe des Knies befinden sollte, dann waren wir davon doch um einiges entfernt. Ganz ehrlich? Ich hätte uns selber gerne dabei zugesehen. War bestimmt lustig, wie wir da über den Weg rutschten. Auf jeden Fall war die Markierung kein Problem für Faye und so konnte sie auch hier eine gute Leistung zeigen.

Wieder entstand eine lange Pause vor unserer nächsten Herausforderung, wo dann wohl ich mal einen Aussetzer hatte. Aufgabe 2, Richter Rudolf Hahn:

Wir standen auf einer der vielen Anhöhen im Gelände. Wenige Meter vor uns ging es durch eine Senke  den nächsten Berg wieder hinauf. Dort fiel eine Markierung. Die Flugbahn war durch lichten Wald kaum zu sehen. Die Fallstelle nur sichtig, wenn man Glück hatte. Die vorherige Ansage meiner Freundin: „Wenn Faye NICHT markiert, schick sie mit VORAN!“  ließ sich wohl von mir an diesem Tag nicht umsetzen. Wahrscheinlich hätte ICH mich mal für eine halbe Stunde ins Auto legen sollen. Jedenfalls kam der Schuß- aber kein Dummy flog. Rechts von uns gut hörbar durch den Wald lag die Wartezone der Aufgabe 3+4. Also schaute Faye mal nach rechts, ob sich denn dort etwas rührt. Ich war schwer nach vorne konzentriert, um wenigstens selber mitzubekommen, wo ein Dummy fällt. So sah ich nur, daß zeitverzögert ein Dummy eher gelegt, als geworfen wurde. Faye schaute auch wieder nach vorne und so schickte ich sie …? Natürlich NICHT mit Voran. Faye ging dann auch nur 1-2m zögerlich (hatte das Dummy wohl NICHT gesehen), blieb stehen und sah mich fragend an. Um selbst besser sehen zu können, ging ich etwas nach vorne und in die Hocke, was mir sofort einen Rüffel vom Richter einbrachte, mich nicht vom Startpunkt zu entfernen. Nochmal ein Kommando dem Hund hinterhergeworfen und Faye lief wieder los-sie wußte zwar nicht wohin, stolperte dann aber über das Dummy und brachte es mir in die Hand. Das hätte übel ausgehen können. Beim Kommentar des Richters: „Schade, daß sie nicht gleich loslief“, war ich nur unendlich froh, daß Faye überhaupt rausging! Aber so ist das nun mal, auch wir sind alles nur Menschen. Eine Nullrunde bei dieser Aufgabe hat Faye mir erspart.

Unsere letzte Herausforderung für heute war wieder bei Hubert Utsch  Aufgabe 4

Vom Startpunkt aus wurde rechts von uns ein Dummy als Verleitung über den Boden gezogen. Danach fiel ca.20m vor uns eine Markierung links an den Rand des Weges. Eigentlich nicht schwer, doch hier ließ dann zum Ende des Tages Fayes Konzentration nach und sie arbeitete sich um das Dummy herum, statt punktgenau zu arbeiten. Dabei vergaß ich dann kurzfristig zu atmen, denn es wäre wirklich schade gewesen, dieses letzte Dummy nicht nach Hause zu bringen. Dementsprechend ließ meine Ruhe jetzt massiv nach und ich hechtete fast zum Dummy, um es Faye abzunehmen, die mich dabei ganz groß ansah. Sorry Süße, war nicht so gemeint :-/

So waren wir doch recht früh gegen 14.30 Uhr mit allen Aufgaben durch und ich konnte mit uns sehr zufrieden sein. Hautnah konnte ich wieder bei Mitstreitern erleben, wie dicht Glück und Pech beieinander liegen können. Die Atmosphäre war gut und ich lernte nette Leute kennen.Wir gaben uns gegenseitig Tipps uns wünschten uns Glück. Das machte für mich heute einen schönen Workingtest aus.

Besonderen Charme haben dabei für mich die WT`s vom GRC, da dort auch Hunde ohne FCI Papiere und „Nichtretriever“ starten dürfen. So sah man den ein oder anderen Hund, der optisch zwischen den Retrievern hervorstach. Ein schönes Bild!

Herzlichen Dank an alle, die diesen Workingtest möglich gemacht haben und viel Zeit und Arbeit investiert haben, damit dies ein gelungener Tag wird. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und komme gerne wieder.

Wer mag, kann sich hier die Ergebnislisten ansehen:

http://rfnh.de/WT-Ergebnisse