Archiv

mark|blind|search| Trainingsseminar

Ein ganzes Wochenende auf dem Klaukenhof! Das ich noch einen Platz bei Mareike und Helmut erwischen konnte, freute mich sehr. Es war das 1.Mal, dass ich mit mark|blind|search unterwegs war und bestimmt nicht das letzte Mal :-). Viele neue und nette Menschen lernte ich kennen und die Stimmung war gut. Besonders Abends wurde es ausgelassen, aber ich bekam noch rechtzeitig die Kurve und musste am nächsten Morgen nicht leiden, wie manch andere ;-).

Über drei Tage intensives und für uns anspruchsvolles Training gestaltete Helmut unseren 7 Teams in der Fortgeschrittenen-Gruppe. Die Aufgaben waren jagdnah und ganz bewußt so gestaltet, daß wir die Hunde weite Strecken nicht sehen konnten. Also hieß es: „Dem Hund vertrauen und arbeiten lassen- weg von den Augen, hin zu intensiver Nasenarbeit.“ Mit Helmuts Trainingsaufbau kam Faye super gut klar und sie zeigte die ganze Zeit durchgehend Leistungen über ihren normalen Grenzen. Ihre Arbeit war sehr schön anzusehen und unsere Baustellen nur wenig sichtbar. Faye zeigte selbst auf große Distanzen Vertrauen in meine Kommandos und wenn Konflikte für sie auftauchten, ließ sie sich von mir schön durchlotsen. Das war wirklich das Schönste für mich in diesen 3 Tagen<3.

Am Sonntag konnten dann alle Hunde noch einmal alles geben und es wurde in einem kleinen Abschlussworkingtest abgefragt, was wir die Tage über trainiert hatten. Faye arbeitete auch hier noch einmal konzentriert und zielgerichtet mit und sie hat alle Aufgaben gut lösen können. Mehr zum Glück braucht man eigentlich nicht, aber ich war wirklich stolz auf Faye, als die Punkte bekanntgegeben wurden und wir mit 77/80 Punkten das beste Ergebnis erzielen konnten. Chris mit Jebisu folgten uns dicht auf den Fersen mit 75 Punkten.

Vielen Dank an alle, die uns die schönen Tage ermöglicht haben!!

 

Trainingsgelände

 

 

Sonntag, der Workingtesttag

 

 

Das Warten nach den Aufgaben-alle sind geschafft

 

 

Die beiden Teams aus Nordhessen 🙂

 

Faye & Jebisu

Werbeanzeigen

Wäller Wind 2017 – Teamstart

Kurzfristig wurde ich gefragt, ob ich mit Faye für eine erkrankte Hündin beim Teamworkingtest  „Wäller Wind“ in Herborn einspringen möchte. Ina Bertholdt mit ihrem Hunde-Harzkopf-Team hatte zum 4. Mal dazu eingeladen und mit Melanie, Chris und unserer moralischen Unterstützung Nina hatten wir einen tollen Tag. Gemeinsam trainiert hatten wir mangels Zeit nicht, aber von Anfang an waren wir eine harmonische Truppe, die sich auf Anhieb ohne viel Worte gut ergänzte. Vier Aufgaben bei drei Richtern wurden gestellt. Immer eine dreigeteilte Aufgabe, die nacheinander von jeweils einem unserer Hunde abgearbeitet werden musste. Dabei fand ich es besonders interessant, daß wir als Team nach der Erklärung der Aufgabe durch den Richter selbst entscheiden konnten, welcher Hund welchen Teil der Aufgabe erledigte. So konnten unsere Hunde ihre Stärken gut zur Geltung bringen. In den Wartebereichen zeigten sich Tuna, Jebisu und Faye angenehm relaxed. Das färbte auch auf uns Menschen ab- oder war es anders herum ?!  ;-). Jedenfalls gelangen uns alle Aufgaben gut und wir waren mit unseren vierbeinigen Teampartnern sehr zufrieden.

Ein rundum gelungener Tag, der zu unserer Freude sogar noch mit dem 1. Platz im Teamwettbewerb gekrönt wurde. Besser geht es nicht 🙂

 

Danke an Ina und ihr Team für die Organisation, die im Vorfeld und an dem gesamten Wochenende viel Zeit gekostet hat. Den Richtern Jörg Stratmann, Ina Bertholdt und Wolfgang Köhler für ihr Richten und ALLEN Helfern, die den Tag für uns Starter nicht nur möglich, sondern auch schön gemacht haben.

Das dieser Tag nicht nur Retrievern sondern allen Rassen und Mischlingen offen steht, gefällt mir richtig gut!!

 

 

 

 

Unser Dreiergespann:      Tuna, Faye und Jebisu

 

Trainingsworkingtest der BZG Nordhessen

Ein paar Leute aus unserer Bezirksgruppe hatten die tolle Idee, dieses Jahr einen internen Workingtest auszurichten. Es war viel Vorbereitung nötig, aber alle zogen an einem Strang und so konnte der Tag ohne Schwierigkeiten beginnen. Da wir auf unserer Bezirkshomepage zwei schöne Berichte zu dem Tag haben, könnt ihr sie euch dort gerne unter   „BZG Trainingsworkingtest am 18.05.2013 in Rothhelmshausen“  ansehen.

http://www.drc-nordhessen.de/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=39&Itemid=64

Wir waren eigentlich nicht gut vorbereitet, aber ich wollte trotzdem mit dabei sein. Faye war an diesem Tag die erste Zeit recht hochtourig unterwegs.  So überraschte sie mich gleich bei der ersten Aufgabe damit, haltbar einzuspringen, als ICH das über den Boden gezischte Dummy holen sollte. Faye sah das wohl anders und so handelten wir gleich hier unsere erste Schlappe ein. Es war die Aufgabe 3 bei Krissi. Wenigstens ging ich Faye aus dem Blickfeld, als auf meinem Rückweg die Markierung in meinen Rücken fiel.

Aufgabe 4 bei Heike: Fußgehen, Steadyness und Markierung waren bestens. Faye lief allerdings über das Blind und suchte zu weit hinten. Auf meinen Stoppfiff reagieret sie viel besser als bisher und fand dann nach kurzem einweisen.

Bei Hartmut in der Aufgabe 3 arbeitete sie die Markierung schön, lief aber wie viele andere nicht den geraden Weg, sondern schlug einen Bogen.- Kam aber auch zum Ziel 🙂 Bei der Kleinen Suche gab mir Hartmut noch den Tipp, nur 1x das Kommando für die „Kleine Suche“ zu geben und Faye dann alleine weiter suchen zu lassen.

Weiter zu Henrik Aufgabe 2: Auch hier gab es für Fußgehen, Steadyness und die erste Markierung ein Vorzüglich. Bei der zweiten Markierung habe ich allerdings geschlafen. Faye blieb an der ersten Fallstelle hängen und ich übersah, sie dort zu pushen :-/. Sie suchte dann zu weiträumig, ließ sich aber wieder abstoppen und handeln, worüber ich ganz glücklich war.

Damit hatten wir alle Aufgaben gearbeitet. Nachmittags folgten noch 2 Zusatzaufgaben mit Schuss.

Bei Henrik zeigte sich Faye wieder ganz souverän und arbeitete alles gut.

Die erste Zusatzaufgabe bei Hartmut löste Faye prima. Bei dem Memory allerdings ließ ich sie außer Sicht suchen. Das gab mir Hartmut dann auch wieder als Tipp mit auf den Weg, dies nicht zuzulassen.

Es kam einiges an positiver Resonanz zu dem Tag und hoffentlich war es nicht das letzte Mal. Yvonne hat so schöne Urkunden gemacht, daß ich unsere hier mal zeigen möchte 🙂

005_v

Work & Help

Der Wetterbericht sagte für den Sonntag 20° voraus, was auf einen schönen Tag hoffen ließ.In Rabenau fanden sich die Teilnehmer kurz nach Sieben auf dem wunderschönen Hofgut Appenborn ein. Bei der Anmeldung gab es ein erstes Hallo. So richtig wach waren die meisten allerdings noch nicht und Nervosität lag in der Luft. Auch die Richter kamen nach und nach auf das Hofgut und nach der Begrüßung und Einweisung ging es dann auch zügig los. Die Starter gingen zu ihren Aufgaben, die  F-Leute als Helfer auf die ihnen zugewiesenen Posten.

Wie ich erwartet hatte, war der Anspruch hoch; eine Durchfallquote von 50% in der Anfängerklasse kann sich durchaus sehen lassen. Obwohl mir klar war, daß wir Abstriche machen müssen, zeigte sich Faye heute nicht von ihrer besten Seite und baute über den Tag auch mental ab. Für einen sensiblen, unerfahrenen Hund wie Faye waren die Aufgaben schon eine Hausnummer.

Aufgabe 4 Oliver Kiraly

Von einer Wiese aus wurde eine Markierung rechts in den Wald geworfen.Anschließend Fußarbeit ca.30m und von dort eine zweite Markierung geradeaus in ein Gebiet mit Totgras.Diese durfte sofort gearbeitet werden. Danach sollte das Memory aus dem Wald gebracht werden. Faye machte ihre Sache gut und brachte das 1. Dummy zurück. Bei dem Memory weitete sie dann allerdings ihren Suchenbereich aus und ich musste sie nach einiger Zeit über Stop/voran wieder in den Wald schicken. Sie nahm die Kommandos teilweise an und kam dann nach einer Weile mit dem Dummy zurück. Punktabzug klar durch handeln und kein schönes Annehmen der Kommandos.

Aufgabe 1 Rainer Scesny

Hier kamen wir zum ersten Mal an unsere Grenzen. Schon beim  Ansehen der Aufgabe war mir klar, daß wir diese nur an einem guten Tag schaffen würden. Der Hund sollte so gesetzt werden, daß er beide Teilaufgaben von seinem Standpunkt aus sehen konnte. Linker Hand wurden zwei zur kleinen Suche ausgelegte  Dummys in Totgras beschossen. Rechter Hand ging es stetig leicht bergan über eine Wiese, einen breiten Streifen flachen Bewuchs und weiter auf eine zweite Wiese. Zwei Helfer gingen ein Stück an dem breiten Streifen entlang. Es fiel dann eine Markierung weit auf die obere Wiese, etwa 70m von unserem Standpunkt aus entfernt.

Fußarbeit bis an das Suchengebiet  und Faye arbeitete aus dem Gebiet die beiden Dummys. Rainer hätte allerdings lieber gesehen, daß sie dort freier arbeitet. Doch Faye erweiterte ihr Gebiet, was mich zum Einschreiten veranlasste. So hätte es hier Punktabzug gegeben, wenn wir denn welche bekommen hätten.

Doch nun kam die eigentliche Herausforderung. Ich setzte Faye auf das Memory an. Sie ging mit „voran“ super sogar bis hinter den bewachsenen Streifen auf die obere Wiese, was mich total freute. Dort fing sie leider zu früh an zu suchen und nun begann das handeln, worauf sie bei dieser Entfernung sowieso nur bedingt eingeht. Einvernehmlich mit dem Richter holte ich sie nach einigen Versuchen zurück, da ersichtlich war, sie hatte keinen Plan mehr. Ich war nur traurig, daß ich Faye nicht noch ein paar Meter weiter bringen konnte, da sie es anfangs schon so weit geschafft hatte. Dann hätte sie Wind bekommen, aber dieses Glück hatten wir heute leider nicht.

Aufgabe 2 Jürgen Laux

Bei ihrer dritten Aufgabe fing Faye an, ihr eigenes Ding zu machen. Im Team standen wir auf einem Rasenstück.Vor uns schlängelte sich der Bach, eher links vor uns lag hinter dem Bach ein Waldstück. Rechts vor uns hinter dem Bach ein Gebiet mit etwas höherem Bewuchs. Jeder bekam eine Einzelmarkierung und das jeweils andere Team musste solange warten. Faye sah zu, wie der erste Hund die Waldmarkierung hinter dem Flüsschen arbeitete. Faye blieb ruhig sitzen, war aber hier schon absolut auf dieses Waldstück fixiert. Als wir beginnen sollten, ließ sich Faye erst im letzten Moment darauf ein, in Richtung Markierung zu schauen. So sah sie gerade noch ihre  Markierung in den Bewuchs fallen. Sie hatte markiert- definitiv. Ich richtete sie aus und sie startete auch durch bis zur Wasserkante. Dort drehte sie dann allerdings nach links ab und machte ihr Ding in dem Waldstück, wo die erste Markierung fiel. Stoppen hätte in diesem Moment keinen Sinn gemacht. Faye war gar nicht ansprechbar und ich wartete auf einen passenden Moment, um zu ihr durchzudringen. Irgendwann kam sie wieder auf unsere Seite. Ich konnte sie stoppen und mit einem nachdrücklichen Kommando erinnerte sie sich doch an ihre Aufgabe und nahm den Weg zur anderen Uferseite an. Dort fand sie dann auch und kam zügig zurück. Das sie dann 2m vor mir das Dummy ablegte, um sich zu schütteln, passte zu diesem Tag. Da half es auch nicht mehr, daß sie es eigenständig wieder aufnahm. Ihre Markierung aus dem Wald arbeitete sie dann wieder. Eine umfangreiche Moralpredigt des Richters mussten sich allerdings beide Teams gefallen lassen, da auch das andereTeam nicht viel bessere Arbeit zeigte. Sie hätte allerdings nicht gar so lang ausfallen müssen, Jan und ich waren doch einsichtig-  hatten wir ja selber  gesehen, daß unsere Hunde hier nur eine gerade ausreichende Leistung zeigten. Auch eine Null wäre hier, jedenfalls bei uns, wegen Ablegen des Dummys durchaus zu vertreten gewesen.

Aufgabe 3 Ronald Pfaff

Unsere letzte Aufgabe für heute- und hier war endgültig Schicht im Schacht. Noch dazu hatte sie es absolut in sich und es kamen hier( mit der Aufgabe von Rainer) die meisten Nullrunden zusammen. Die Reize bei dieser Aufgabe waren einfach zu viel für Faye und es ging nix mehr. Der Hund wurde am Startpunkt abgeleint. Ich ging alleine  10m weiter zum Richter und sollte den Hund zu mir rufen. Kein Problem- dachte ich! Faye unternahm allerdings erst mal einen kleinen Abstecher zu einer Box mit Dummys, die dort absichtlich neben ihrem Weg zu mir standen. Ich konnte sie gerade noch mit einem Kommando davon abhalten, eins davon mitzubringen. Dann sollte sie 2 Dummys linker Hand von uns als kleine Suche arbeiten. Alles o.k. Nun drehten wir uns wieder in Richtung Wald. Vor uns wurde eine Markierung geworfen. Dann rauschte 4m vor uns ein Running Rabbit von links nach rechts an uns vorbei…..“Ich hätte jetzt gerne die Markierung!“ Ronald machte leider keinen Witz. Wenn wir heute schon auf etwas stolz sein konnten, dann wenigstens darauf, daß Faye nicht einsprang. Hatte ich zwar auch nicht erwartet, aber heute lief ja alles anders.   Doch ich bekam sie nicht auf die Markierung ausgerichtet. Ständig ging der Kopf in Richtung Fellhase und auch mein mit Nachdruck ausgedrückter Unwillen darüber beeindruckte sie nicht. Als ich dann endlich einen passenden Moment erwischte, schickte ich sie nachdrücklich mit „voran“. Die ersten Meter sah es noch ganz gut aus, doch als sie in Höhe des Flitschedummys kam, drehte sie wie von der Tarantel gestochen nach rechts ab. Als „fiese  Kleinigkeit“ war im Vorfeld auch noch Wildduft versprüht worden…Faye jagte weit über das Felldummy hinaus in den Wald und ließ dort ihrer ganzen angestauten Energie freien Lauf. Erst nach mehreren Komm-Pfiffen war sie überhaupt ansprechbar und kam zurück.

Ich brachte sie dann ins Auto, wo sie zur Ruhe kommen konnte. Faye war einfach durch, obwohl wir Mittags schon fertig waren. Nun starteten die Fortgeschrittenen und wir aus der Anfängerklasse übernahmen die Helferposten.

Obwohl es anders hätte laufen sollen, möchte ich diesen Tag nicht missen. Das Organisationsteam um Elke Sollmann und Gudrun Klaus hat hervorragende Arbeit geleistet. Ein ganz herzliches Dankeschön für eure Arbeit im Vorfeld und auch an diesem Tag. An alles wurde gedacht bis hin zum Lunchpaket für alle. Der Tag wurde mit Jagdhornbläsern abgerundet, an denen auch der hauseigene Teckel Quentin und Labrador Gustav zur Freude der Wartenden vor der Siegerehrung mit einstimmten. Das Hofgut Appenborn bildete eine wunderschöne Kulisse und wir wurden herzlich von den Besitzern dort empfangen. Liebevoll waren einige Stände mit selbst hergestellten Leckereien aus der Region aufgestellt. Mittags gab es eine Gulaschkanone mit reichhaltigem Kuchenbuffet. Auch für die Zuschauer war das Gelände einfach genial. Es gab tolle Möglichkeiten um die Aufgaben aus kurzer Entfernung ohne zu stören anzusehen. Gefreut habe ich mich, Birgit mit Lotta, einer Schwester von Faye´s Mama, kennenzulernen. Herzlichen Glückwunsch zum bestandenen WT in der Fortgeschrittenenklasse!

Das Faye nicht in der Lage war abzurufen, was sie hätte zeigen können war heut halt so. Aber um bei den Worten einer meiner Töchter zu bleiben: Ein „verkackter Test“ ist nicht aller Tage Abend. Trotz allem war ich heute viel ruhiger als bisher auf Prüfungen dieser Art. An einigen Stellen muss ich lernen geschickter zu handeln, aber dazu brauche auch ich Routine und auch meine Maus wird  mal erwachsen. Obwohl – erwachsen sein kann sie noch lange genug 🙂

Bilder und Ergebnisse unter: http://www.work-and-help.de/index.html

Workingtest „Arolser Spatz“

Beim Durchsehen der diesjährigen Workingtests blieb ich an zwei Ausschreibungen hängen, die mir für uns ganz passend erschienen und gar nicht so weit entfernt stattfinden sollten.

Arolser Spatz! Der Name ist schon so nett – da wollte ich mit Faye das erste Mal starten.Nach der Zusage für einen Startplatz in der Anfängerklasse machten wir uns Ostermontag auf den Weg nach Bad Arolsen zum ehemaligen Bundeswehrgelände. Warm eingepackt bei Minusgraden fand nach der Registrierung und Begrüßung durch die Sonderleitung Christina Roßmann die Einteilung der Gruppen statt.Kurz nach neun machten wir uns auf den Weg zu unserer ersten Aufgabe bei Evelyn Köster. Anfangs noch etwas hochtourig, gab Faye mir doch immer wieder Gelegenheiten, sie für ruhiges Verhalten zu loben und spätestens bei der ersten Aufgabe war sie dann voll konzentriert.

 Aufgabe 5 bei Evelyn Köster:

Der Ansatzpunkt lag vor einem 3-4m Meter hohen Anhöhe.Hinter die Kuppe wurde eine Markierung geworfen und nach Freigabe durfte geschickt werden. Faye ging super raus, die spannende Frage ist nur immer wieder:taucht der Hund mit oder ohne Dummy auf?? Jawoll, mit Dummy. Sehr fein!

So zogen wir weiter zu Aufgabe 1 bei Rudolf Hahn:

Frei bei Fuß ging man mit seinem Hund ca. 10m auf dem Weg. Während man weiterging, sollte der Hund zum Suchen links in den Wald geschickt werden. Dort lagen auf einer Länge von ca. 30m und einer Tiefe von vielleicht 6m  5 Dummys. Drei davon mussten gebracht werden. Während der Hund den schmalen Streifen durchsuchte, ging man mit dem Richter weiter .Dies war dann auch der Knackpunkt, der bei einigen Hunden und Führern für Verwirrung sorgte. Auch Faye wußte nicht so recht, was ich eigentlich von ihr wollte und so experimentierte  ich mit verschiedenen Kommandos und Handzeichen herum, bis sie dann im Wald nach den Dummys suchte. Abzüge gab es bestimmt noch für je einen Kommpfiff. Faye, wohl inspiriert durch mein stetiges Weitergehen, marschierte parallel zu uns im Wald mit dem Dummy im Fang. Sie verstand dies wohl als neue Aufgabenstellung. Also Komm Pfiff und Schätzelein lieferte brav ab. Buschieren wird demnächst beim Training wohl weiter oben auf der Liste stehen…

Aufgabe 6 bei Evelyn Köster

bestand aus  einem beschossenen Blind. Dabei musste ca.25m schräg über den Weg, einen Hügel hinauf in den lichten Wald geschickt werden. Rechts von einem kleinen Bunker lag das Dummy. Die Schwierigkeit bestand darin, daß ein Helfer links im Gelände stand und es sich zusätzlich so anhörte, als käme der Schuss von der linken Seite des Bunkers. Also war es wichtig, den Hund schön nach rechts auszurichten. Unser Trainingsschwerpunkt in den letzten Wochen zahlte sich hier absolut aus. Souverän meisterte Faye die Aufgabe ohne Probleme. Das war für mich das größte Highlight des Tages, weil Faye an diesem Punkt im Training die größten Fortschritte in kurzer Zeit gemacht hat und wir dies hier unter Wettkampfbedingungen abrufen konnten. Ich war sehr stolz auf meine Maus!

Inzwischen staute es sich bei der Aufgabe 3 und eine lange Pause entstand. Die Wege waren kurz, so brachte ich Faye zum entspannen ins Auto. Als wir dann an der Reihe waren, erwartete uns bei Hubert Utsch ein Treiben linker Hand im lichten Wald. Frei bei Fuß ging es auf einem matschigen Weg bis zu einer Stelle, wo wir den Hund links in das Gebiet ausrichten sollten. Dann fiel eine Markierung hinter einen umgestürzten Baum, die zu arbeiten war. Ich habe noch nie erlebt, daß ein Richter fast im Stechschritt die Strecke mit uns im Schlepptau ablief. Schon im Vorfeld wurden wir von anderen Teilnehmern gewarnt, nicht auf dem matschigen, unebenen Weg auszurutschen. So hatte ich meine liebe Mühe, auf Höhe des Richters zu bleiben, nicht auszurutschen und auf meinen Hund zu achten, der seeehr angetan von dem Treiben auf seiner Seite war. Wenn man“ Fußgehen“ so versteht, daß sich die Schulter des Hundes in Höhe des Knies befinden sollte, dann waren wir davon doch um einiges entfernt. Ganz ehrlich? Ich hätte uns selber gerne dabei zugesehen. War bestimmt lustig, wie wir da über den Weg rutschten. Auf jeden Fall war die Markierung kein Problem für Faye und so konnte sie auch hier eine gute Leistung zeigen.

Wieder entstand eine lange Pause vor unserer nächsten Herausforderung, wo dann wohl ich mal einen Aussetzer hatte. Aufgabe 2, Richter Rudolf Hahn:

Wir standen auf einer der vielen Anhöhen im Gelände. Wenige Meter vor uns ging es durch eine Senke  den nächsten Berg wieder hinauf. Dort fiel eine Markierung. Die Flugbahn war durch lichten Wald kaum zu sehen. Die Fallstelle nur sichtig, wenn man Glück hatte. Die vorherige Ansage meiner Freundin: „Wenn Faye NICHT markiert, schick sie mit VORAN!“  ließ sich wohl von mir an diesem Tag nicht umsetzen. Wahrscheinlich hätte ICH mich mal für eine halbe Stunde ins Auto legen sollen. Jedenfalls kam der Schuß- aber kein Dummy flog. Rechts von uns gut hörbar durch den Wald lag die Wartezone der Aufgabe 3+4. Also schaute Faye mal nach rechts, ob sich denn dort etwas rührt. Ich war schwer nach vorne konzentriert, um wenigstens selber mitzubekommen, wo ein Dummy fällt. So sah ich nur, daß zeitverzögert ein Dummy eher gelegt, als geworfen wurde. Faye schaute auch wieder nach vorne und so schickte ich sie …? Natürlich NICHT mit Voran. Faye ging dann auch nur 1-2m zögerlich (hatte das Dummy wohl NICHT gesehen), blieb stehen und sah mich fragend an. Um selbst besser sehen zu können, ging ich etwas nach vorne und in die Hocke, was mir sofort einen Rüffel vom Richter einbrachte, mich nicht vom Startpunkt zu entfernen. Nochmal ein Kommando dem Hund hinterhergeworfen und Faye lief wieder los-sie wußte zwar nicht wohin, stolperte dann aber über das Dummy und brachte es mir in die Hand. Das hätte übel ausgehen können. Beim Kommentar des Richters: „Schade, daß sie nicht gleich loslief“, war ich nur unendlich froh, daß Faye überhaupt rausging! Aber so ist das nun mal, auch wir sind alles nur Menschen. Eine Nullrunde bei dieser Aufgabe hat Faye mir erspart.

Unsere letzte Herausforderung für heute war wieder bei Hubert Utsch  Aufgabe 4

Vom Startpunkt aus wurde rechts von uns ein Dummy als Verleitung über den Boden gezogen. Danach fiel ca.20m vor uns eine Markierung links an den Rand des Weges. Eigentlich nicht schwer, doch hier ließ dann zum Ende des Tages Fayes Konzentration nach und sie arbeitete sich um das Dummy herum, statt punktgenau zu arbeiten. Dabei vergaß ich dann kurzfristig zu atmen, denn es wäre wirklich schade gewesen, dieses letzte Dummy nicht nach Hause zu bringen. Dementsprechend ließ meine Ruhe jetzt massiv nach und ich hechtete fast zum Dummy, um es Faye abzunehmen, die mich dabei ganz groß ansah. Sorry Süße, war nicht so gemeint :-/

So waren wir doch recht früh gegen 14.30 Uhr mit allen Aufgaben durch und ich konnte mit uns sehr zufrieden sein. Hautnah konnte ich wieder bei Mitstreitern erleben, wie dicht Glück und Pech beieinander liegen können. Die Atmosphäre war gut und ich lernte nette Leute kennen.Wir gaben uns gegenseitig Tipps uns wünschten uns Glück. Das machte für mich heute einen schönen Workingtest aus.

Besonderen Charme haben dabei für mich die WT`s vom GRC, da dort auch Hunde ohne FCI Papiere und „Nichtretriever“ starten dürfen. So sah man den ein oder anderen Hund, der optisch zwischen den Retrievern hervorstach. Ein schönes Bild!

Herzlichen Dank an alle, die diesen Workingtest möglich gemacht haben und viel Zeit und Arbeit investiert haben, damit dies ein gelungener Tag wird. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und komme gerne wieder.

Wer mag, kann sich hier die Ergebnislisten ansehen:

http://rfnh.de/WT-Ergebnisse

Video 1.Göttinger Workingtest

Passend zur Einstimmung auf die neue Workingtest-Saison habe ich heute etwas Schönes für euch.

Jemand hat sich viel Arbeit gemacht, etwas von der Stimmung auf dem 1. Göttinger Workingtest letztes Jahr einzufangen. Freundlicherweise darf es geteilt werden. Vielen lieben Dank dafür!

Die wunderschönen Bilder sprechen für sich. Ich jedenfalls lasse mich immer wieder gerne davon inspirieren- gerade wenn es mal beim eigenen Training so gar nicht weitergehen will  🙂